20/04/2026
Am nächsten Samstag ab 16.00Uhr in der Autonomen Schule Zürich Sihlquai 125: Veranstaltung mit Yvan Sagnet, Gründer von NO CAP.
Tomaten von NO CAP sind mehr als nur bio.. Denn NO CAP steht für «Nein» zum «Caporalato»-System. Dies meint das illegale Anwerben von Arbeitskräften, die für Patrons unter schlechtesten Bedingungen und für kleinste Löhne auf Tomatenfeldern schuften müssen.
2011 gründete der Aktivist Yvan Sagnet die Organisation No Cap, mit der er gegen die Ausbeutung von illegalisierten Arbeitskräften in Italien kämpft. Die Arbeit ist für Yvan, der selbst aus Kamerun nach Italien gekommen war, lebensgefährlich. Schon mehrmals wurde er mit dem Tod bedroht
Yvan Sagnet, der Gründer von NO CAP, ist durch sein Engagement für faire Arbeitsbedingungen im Tomatenanbau mittlerweile international bekannt. Nicht zuletzt auch weil er 2020 die Hauptrolle im Drama „Das neue Evangelium“ von Film- und Theaterregisseur Milo Rau spielte. Es ist eine Neuerzählung der Passionsgeschichte vor dem Hintergrund der modernen Sklaverei, wie man ihn in der Landwirtschaft antrifft und die Sagnet als Aktivist bekämpft. Essen ist politisch – das zeigt sich in trauriger Deutlichkeit im süditalienischen Tomatenanbau.
Sagnet, 1985 in Kamerun geboren, kam 2007 für sein Ingenieursstudium nach Turin. Als sein Visum auslief, fing er an, als Tomatenpflücker zu arbeiten. Sein vorläufiges Scheitern als Akademiker wurde zum Glück für zahllose Tomatenpflücker, sehr viele davon Geflüchtete: 2011 lernte Sagnet in Süditalien deren unerträgliche Arbeitsbedingungen kennen und fing an, Proteste gegen das Caporalato-System zu organisieren. Daraus ist NO CAP entstanden. Nach nachgeholtem Studienabschluss veröffentlichte er sein erstes Buch, „Ghetto Italia“, über die Ausbeutung in der italienischen Landwirtschaft.
www.nocap.it ,