Unser Geschäft im Wandel der Zeit
1926 - 1944
Die Geschichte unseres Familiengeschäftes begann bereits im Jahre 1926.Damals übernahm Emil Hofstetter, ein gelernter Käsermeister aus dem St.Gallischen an der Neustadt 58 in Schaffhausen ein kleines Käse- und Milchlädeli. Das Angebot war damals noch recht klein, bestand es doch nur aus Milch, Butter, Emmentaler, Tilsiter, Limburger und einigen wenige
n Schachtelkäsen. Ein kleines Hundegefährt diente dazu, der Kundschaft in den Stadtquartieren täglich ihre Milch zu bringen, wurde aber vom jungen, sich in Schaffhausen bald heimisch fühlenden Geschäftsmann nach wenigen Monaten durch ein für unsere Begriffe vorsintflutliches Auto mit Vollgummipneus und Karbidlampen ersetzt. Dem initiativen Milchhändler lag aber auch die Erweiterung des Angebotes sehr am Herzen, und so verkaufte er, als erster in Schaffhausen, bald selbstgesäuerte Joghurts (damals ungefähr 18 Gläschen die Woche). Es folgte das Angebot von Greyerzer, Appenzeller und verschiedenen Weichkäsen. Als weitere Neuerung für Schaffhausen führte Emil Hofstetter lichtschützendes Stanniolpapier für Buttermödeli ein, die er selber in frühen Morgenstunden mit Hilfe seiner Kinder im kühlen Keller presste und verpackte. Der Ruf des gut geführten Milchgeschäftes an der Neustadt zog ihm bald eine grosse und treue Kundschaft zu, doch das Ladenlokal erwies sich schnell als zu klein. Die alte Suppenküche der Kaffeehallengesellschaft an der Neustadt 62 wurde 1944 bei der Bombardierung gänzlich zerstört und so bot sich beim Neubau Gelegenheit, ein Lokal einzurichten, das für die Bedürfnisse eines damals sehr modernen Käse- und Milchgeschäftes ideal war.
1945 - 1975
1945 folgte die erste Neueröffnung des von Emil Hofstetter auf "Chäs-Marili" getauften, vergrösserten Geschäftes. (Übrigens: der Name "Chäs-Marili" hat nichts mit einer bestimmten Person gemein sondern ist vielmehr ein Phantasie-Name welcher einst am Familientisch entstand). In den folgenden Jahren wuchs im drittältesten Sohn Rudolf ein würdiger Nachfolger seines Vaters heran, der sich sein Rüstzeug u. in den besten Käse-Spezialgeschäften in Bern und Lausanne holte.Im Jahre 1957 war es dann soweit, Emil Hofstetter zog sich auf seinen inzwischen erworbenen Bauernhof auf dem Ricken / SG zurück und überliess der zweiten Generation die Zügel des Geschäftes. Gleichzeitig war es Rudolf Hofstetter und seiner Gemahlin Theres gelungen, am Fronwagplatz 9 von der Familie Ermatinger ein Ladenlokal als Zweitgeschäft zu mieten, das dem Trend, in der engeren Altstadt einzukaufen, völlig entsprach.Das kleine Geschäft mit der flinken Bedienung konnte sein Sortiment an Schnittkäsen und Käsespezialitäten noch weiter ausbauen und erfreute sich bald eines regen Zuspruchs von einheimischen und auswärtigen Kunden.
1976 - Heute
Im August 1976 gab Rudolf Hofstetter den Laden an der Neustadt 62 auf und baute seinen Laden am Fronwagplatz weiter aus. Nach 19 Jahren zeigte es sich, dass die Kühlmöglichkeiten für die Frischprodukte ungenügend geworden waren und mehr Platz für die Kundschaft und das Verkaufspersonal wünschenswert war. Im Januar 1992 übernahm dann Beat Hofstetter als die dritte Generation den Laden seines Vaters Rudolf. Beat Hofstetter hatte seine Sporen schon während der Lehre im elterlichen Geschäft abverdient. Eine Anstellung bei der Delicatessa im Globus Zürich und diverse Seminare vermittelten ihm weitere ausgiebige Kenntnisse über alle Käseleckereien. Ein Handelsdiplomabschluss, diverse EDV-Kurse und eine Anstellung bei einer Bank in Zürich gaben Beat Hofstetter noch weitere Kenntnisse in EDV- und kaufmännischen Belangen. Im Jahre 1998 hat sich gezeigt, dass der inzwischen 22-jährige Laden nicht mehr zeitgemäss ist. Beat Hofstetter beschloss, im Juli 1998 einen weiteren Umbau vorzunehmen. August 1998 konnte Beat Hofstetter das frisch umgebaute Käse-Spezialgeschäft eröffnen! Die Kundschaft konnte nun den neuen, grossen und hellen Laden betreten! Der Laden hatte nun neu einen grossen Selbstbedienungsteil und einen Käse beratungsteil. Das Angebot an Käse wurde weiter ausgebaut und die Käseanzahl konnte von ehemals 70 Sorten auf 120 Sorten erweitert werden. Aber auch Delikatessen wie Oliven, Essig und Oele sowie eine Anzahl auserlesene Weine hatten neu Platz im Sortiment. So wurde damals auch einer der ersten Online-Shops der Schweiz im Chäs- Marili eingerichtet. Im Jahre 2001 konnte Beat Hofstetter sein 75-jähriges Jubiläum feiern und im Mai 2002 konnte er seinen neuen Online-Shop dem Publikum zur Verfügung stellen! Mann darf gespannt sein was als nächstes kommt.....
Im Jahr 2020 zieht sich Beat Hofstetter aus dem Geschäftsleben zurück und übergiebt das Chäs-Marili an Regula Meier. Regula Meier arbeitet seit 2004 mit viel freude im Chäs-Marili. Sie freut sich weiterhin die werte Kundschaft mit vielen feinen und speziellen Käsesorten bedienen zu dürfen.