23/12/2022
HHC in den Medien:
Verwirrende Rechtslage
Das liege laut Brunner daran, dass einzelne Inhaltsstoffe der Cannabispflanze in Gesetzen geregelt sind und andere wiederum nicht. "Das ist eine eigene, leider sehr komplexe Thematik, die die Sache für niemanden einfach zu verstehen macht", sagt sie.
Rechtliche Nachbesserungen dahingehend bräuchten Zeit. Ob eine Anpassung in Bezug auf HHC geplant ist, ist offen: Das Ministerium beobachtet aktuell "in Abstimmung mit den relevanten Stakeholdern die Lage", heißt es. Ein weiteres Problem, das Brunner zufolge künftig bestehen könnte: Es ist anzunehmen, dass HHC bei Tests, die THC nachweisen sollen, fälschlicherweise erkannt werden könnte. "Aufgrund der Ähnlichkeit der Strukturen von HHC und THC ist von einer Kreuzreaktivität auszugehen", sagt Brunner. In welchem Ausmaß, ist fraglich.
Vorsicht bei Konsum
Grundsätzlich sei kein Konsum von psychoaktiven Substanzen ohne Risiko, sagt Brunner, auch wenn diese bei HHC unbekannt sind. Sie empfiehlt, allgemeine Safer-Use-Richtlinien zu beachten: So sei es empfehlenswert, nur in kleinen Mengen zu konsumieren und die Wirkung abzuwarten.
Kommt einem diese ungewöhnlich vor, rät sie, auf die Substanz zu verzichten. Auch von einem Mischkonsum sowie einer Einnahme bei schlechter Laune sei abzuraten. Wer sich über Inhaltsstoffe unsicher ist, kann seine Droge bei Stellen wie Checkit überprüfen lassen.
Risiken
So wie das illegale THC wird auch HHC in den Cannaboidrezeptoren des Körpers gebunden. Das sind Andockstellen der Zellen, in denen sich die Cannabinoide verteilen können. Bei THC-haltigem Cannabis ist bekannt, dass das Risiko für psychische Erkrankungen bei regelmäßigem Konsum steigt.
Quelle: Der Standard
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